Die Klimakrise, hervorgerufen durch ständig zunehmende Emission von CO² und anderen Treibhausgasen entsteht zu einem Großteil infolge der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas oder Kohle. Dadurch hat sich der Anteil der CO²-Konzentration in der Atmosphäre im Industriezeitalter ständig erhöht. Dies wurde erstmals durch Prof. Revells Messungen in Hawaii nachgewiesen. Der Treibhausgasanstieg bewirkt bereits jetzt Änderungen des Klimas, und bis zum Jahr 2100 werden ja nach Klimamodell ein Temperaturanstieg von 2-5 K vorausgesagt.
Ein zweites globales Problem ist die Endlichkeit der fossilen Brennstoffe, was in den letzten Jahren zu einer erheblichen Verteuerung der Primärenergierohstoffe Erdöl und Erdgas geführt hat. Eine Entwicklung, die sich weiter fortsetzen wird. Die in den letzen Jahren drastisch gestiegenen Energiepreise machen sich durch stetig steigende Betriebskosten bei der Gebäudetechnik bemerkbar. Dem kann nur mit einer entschiedenen Reduktion des Energieverbrauchs begegnet werden. Der Energieverbrauch in Deutschland wird zu 30-35 % durch den Gebäudesektor verursacht.
Politisch hat man auf die Notwendigkeit zur Senkung der CO²-Emissionen reagiert und sich im Kyoto-Protokoll dazu verpflichtet. Im Zuge dieser Entwicklung wurden zunehmend Gesetze, Verordnungen, Normen und Förderungen beschlossen bzw. novelliert, die auch wesentlichen Einfluss auf die Gebäudetechnik haben. Insbesondere ist dies die Energieeinsparverordnung (EnEV), seit 2001, Novellierungen 2004/2007 und weitere Novelle ab 2009. Die zwei wichtigsten energetischen Kenngrößen sind der Primär- und der Endenergiebedarf.
Ziel der EnEV ist die energetische Verbesserung von Gebäudehülle und Gebäudetechnik und damit die Senkung des End- und Primärenergieverbrauchs. Die EnEV zielt darauf ab, sowohl den Wärmebedarf durch architektonische Maßnahmen bei der Gebäudeplanung zu begrenzen als auch End- und Primär- energieverbrauch durch anlagentechnische Maßnahmen wie den Einsatz energieeffizienter Anlagen und regenerativer Energien zu senken.